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Vakuum-Druckguss
Die Anwendung von Vakuum beim Druckgiessen bringt eine entscheidende Verbesserung der Teilequalität mit sich. Der wichtigste Vorteil ist die beträchtliche Verringerung der Porositäten und folglich eine deutliche Qualitäts-Verbesserung. Eine optimale Formentlüftung ist besonders wichtig für Teile, die geschweisst oder wärmebehandelt werden, und für Teile, die wegen ihrer Geometrie sehr schwierig zu füllen sind.
Die Evakuierung und damit das Entfernen der Gase muss sehr schnell vor dem Schuss und möglichst lange bis zum Ende des Formfüllens stattfinden. Sie muss also bis einige Millimeter vor dem Ende des Giesskolbenhubes wirksam sein. Ideal ist, wenn die Evakuierung erst dann stoppt, wenn das flüssige Metall mit hoher Geschwindigkeit am Eingangskanal des Vakuumventils ankommt. Von diesem Moment an verbleiben nur noch wenige Millisekunden, bis die Vakuumkanäle im Vakuumventil gefüllt sind und dieses zuverlässig und sicher geschlossen werden muss. Zudem muss ein solches Vakuumventil auch sehr hohen spezifischen Metalldrücken standhalten. |
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Die Illustration dient dem besseren Verständnis der verschiedenen Phasen beim Entlüftungs-Vorgang. Das Hauptvakuumventil ist in der Nähe des Vakuumtanks platziert. Der Tank hat normalerweise 250 l Fassungsvermögen und einen Druck von weniger als 1 mbar absolut. Wenn das Füllloch der Füllkammer hermetisch abgeschlossen ist, öffnet das Hauptventil und das Evakuieren der Hohlräume beginnt während der ersten, langsamen Phase. Zuerst füllt das flüssige Metall die Angusskanäle mit geringer Geschwindigkeit. Nach etwa 1 bis 3 s oder nach Erreichen des Anschnittes in der Form kommt es zur schnellen Füllphase. Die Evakuierung geht weiter, bis das Vakuumventil durch die mit hoher Geschwindigkeit ankommende Metallfront geschlossen wird (mechanisch gesteuert). Alternativ dazu ist es auch möglich, das Vakuumventil über ein Signal der Druckgiessmaschine zu schliessen. Sind Form und Giesskammer gut abgedichtet, erreicht man Drücke von weniger als 100 mbar absolut.
Damit die Evakuierung sehr schnell und genau vonstatten gehen kann, sind sehr zuverlässige Steuerungen erforderlich. Abhängig vom herzustellenden Druckgussteil kann das zu evakuierende Gasvolumen 0,2 bis 30 Liter betragen. Die dabei erreichten Geschwindigkeiten an dem auf der Form befindlichen Vakuumventil erreichen annähernd Schallgeschwindigkeit. Es ist wichtig, dass das Hochgeschwindigkeits-Vakuumventil erst im letzten Moment der Füllphase schliesst, um sicherzustellen, dass die letzten Gase, die vom flüssigen Metall gestossen werden, auch noch evakuiert werden. Für die Herstellung von Vakuumdruckgussteilen mit hoher Qualität empfehlen wir einen Absolutdruck von weniger als 50 mbar, d.h. einen Restdruck von weniger als 5% des atmosphärischen Drucks. |
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